• Jessica Mertel

Von Pirateninseln und Moussaka. Einmal Kreta und zurück mit den "Kiani Beach Resort"

Aktualisiert: 29. Aug 2019


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„Griechischer Wein... ist so wie das Blut der Erde...“

Summend und voller Vorfreude packte ich vor einigen Wochen die Koffer unserer Familie – mit Vorfreude im Herzen und Bildern im Kopf vom türkisblauen Meer, endlosen Stränden und wilder Natur. All das und noch viel mehr sollte Wirklichkeit werden!


Anfang des Jahres bekamen wir eine Einladung von den „Kiani Beach Resort“ zu einer Pressereise für eine Woche. Das ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen und freuten uns darauf, Hotel, Zimmer, Essen und Enterainment ordentlich unter die Lupe zu nehmen. Griechenland und im speziellen Kreta war nur noch sehr verschwommen in meiner Erinnerung – das letzte Mal besuchte ich die Insel gemeinsam mit meinen Eltern als Jugendliche – ich kann euch sagen, da hatte ich andere Dinge im Kopf als die Schönheit dieser Insel zu bewundern... Entsprechend waren die Erwartungen an die griechischen Inseln recht unvoreingenommen.


Wir flogen von Frankfurt nach Griechenland – Ende April sind die Preise für Flugreisen recht moderat und Direktflüge werden zu Hauf angeboten. Nach knapp drei Stunden waren wir in Chania angekommen und uns begrüßte bestes Frühlingswetter bei 23 Grad und Sonne satt. Kein Wölkchen war am Himmel zu sehen und so machten wir uns bestgelaunt auf, unseren Fahrer zu finden. Denn ja: wir wurden mit einem Shuttle-Service abgeholt. Das ist mal ein Luxus, sag ich euch. Der Fahrer wollte sogar unsere Koffer tragen – nun, das lehnten wir dankend ab, behielten seine unglaubliche Gastfreundschaft aber noch bis heute in Erinnerung. Wir unterhielten uns auf der Fahrt zu den „Kiani Beach Resorts“ über Kreta und die Unwetter, die es hier im letzten Winter gab. Viele Straßenzüge sind marode bzw. Teile der Serpentinen sind abgerutscht aufgrund der enormen Wassermengen, die vom Himmel kamen. Unsere Gespräche waren kurzweilig und sehr informativ, schon hier merkten wir, wie sehr das griechische Volk seine Insel liebt und für den Erhalt der Natur kämpft.

Als wir nach ca. 30 Minuten fahrt nahe bei Souda bei den Kiani Beach Resort ankamen waren wir bestens gelaunt und komplett auf Urlaub eingestimmt. Der Empfang im Hotel war so herzlich, dass wir uns sofort willkommen fühlten. Am Empfang gab es kleine Backwaren und Naschereien denn – was uns erst auf der Fahr zum Hotel bewusst wurde – es war das griechische Osterwochenende!

Überall waren Ostereier „versteckt“ und alles war osterlich geschmückt – wir fanden es wunderschön, getoppt wurde das Ganze dann nur noch durch den Ausblick auf das Meer von der Lobby aus. Das Hotel „Kiani Beach Resort“ liegt direkt am Ozean – das Mittelmeer wartet also direkt vor der Tür. Dazu erzählen wir euch später aber noch einiges.

Wir bekamen dann nach kurzer Wartezeit unsere Schlüssel überreicht. Nach einem wunderschönen und kurzweiligen Spaziergang über das Gelände (bei dem wir schon einmal einen Blick auf den atemberaubenden Pool werfen konnten) waren wir auch schon an unserem Zimmer angekommen: und was soll ich sagen: es haute mich fast um, so begeistert war ich. Keine Spur von schnödem „Doppelzimmer-Flair“. Wir durften eine der neuen Maisonette-Apartements im 1. OG (hier gibt es aber sowieso nur maximal das 2. OG – also alles sehr schön flach gebaut) bewohnen. Das hieß: Platz ohne Ende und schlafen auf zwei Ebenen. Unten war der Flur und das großzügige Doppelbett (was im übrigen sehr bequem und neu war), oben waren zwei weitere Einzelbetten zu finden. Sowohl im Erdgeschoss als auch im 1. OG waren sehr geschmackvoll ausgestattete Badezimmer installiert. Natürlich mit Dusche, Föhn, sauberen und flauschigen Handtüchern in Hülle und Fülle, Seife, Duschbad, Shampoo uvm..

Zeitlich kamen wir leider etwas ungünstig im Resort an – denn das Mittagessen war leider gerade vorbei. Wir hatten ein All-Inclusive-VIP Paket für uns drei erhalten - soll heißen: Frühstücksbuffet, Mittagsbuffet, Nachmittagssnacks, Crepes ganztägig an den Poolbars, Abendbuffet und Drinks satt (sowohl Softdrinks als auch alkoholische Getränke). Das Angebot konnte wahlweise in dem „neueren Bereich“ im Buffetrestaurant wahrgenommen oder im Strandrestaurant mit Meerblick im „älteren Bereich“ genossen werden. Wir haben beides ausprobiert und können beide Möglichkeiten empfehlen. Uns persönlich sagte aber das Restaurant im „neueren Bereich“ zu, da der Wind direkt am Meer im Frühjahr nicht zu unterschätzen ist – und da wir Frostbeulen sind wollten wir uns beim Essen dann doch nicht die frische Meeresbrise um die Nase wehen lassen. Aber das sollte jeder für sich selbst ausprobieren. Das Essensangebot ist so oder so erste Klasse!

Die Auswahl ist riesig, traditionell aber auch modern, griechisch und auch kontinental. Es gibt zu jeder Essenszeit Vorspeise-, Hauptgericht- und Nachtischvariationen. Außerdem gibt es stets Rot- und Weißwein, Bier, Softdrinks und Säfte. Einziges Manko, wenn man es so sehen will: schlanker kommt man aus diesem Urlaub mit Sicherheit nicht nach Hause... es ist einfach zu lecker und ich denke noch heute an den griechischen Bauernsalat, den es jeweils zum Mittag und Abendessen gab sowie an die frisch zubereiteten Pencakes, die man sich direkt an der Showküche abholen konnte – alles einfach unglaublich gut. Auch das hausgemachte Tszaziki konnte sich mehr als sehen lassen und schmeckte nach Urlaub, Meer und griechischer Herzlichkeit.


Am Morgen nach unsere Ankunft wollten wir nichts sehnlicher als den Pool unsicher machen. Unsere 4-jährige Wasserratte wollte das Kinderplanschbecken mit Rutschen und Springbrunnen unsicher machen und so beeilten wir uns beim Frühstück ein wenig, auch wenn wir noch Stunden dort hätten sitzen können.

Mit Handtuch, Wasserball und Luftmatratze ging es dann also im Gänsemarsch zum Kinderpool. Super angelegt ist dieser. Abgegrenzt vom Erwachsenen-Becken und somit recht sicher konnte man es sich als „Aufsichtsperson“ bequem auf einen der sehr komfortablen Liegen (die fast schon day-beds waren – so dick und weich war die Matratze) gemütlich machen.

Mit einem beherzten Sprung ins Wasser wollte unsere Tochter die Badesaison einläuten, doch... so schnell sie im Wasser war, war sie auch schon wieder draußen. Es war ihr viel zu kalt! Verständlich. Ende April sind die Wassertemperaturen ohne Beheizung nicht unbedingt einladend (das Kind ist aber auch generell recht kälteempfindlich). Lasst euch also an dieser Stelle gesagt sein: wollt ihr einen reinen Plansch- und Sonnenschein-Urlaub, dann empfehlen wir an dieser Stelle die Zeit ab Mitte Mai für Kreta. Davor sind sowohl die meisten Poollandschaften als auch das Meer noch recht kalt und nur etwas für hartgesottene Abenteurer. Mich hat in unserem gesamten Urlaub zum Beispiel nichts ins Wasser getrieben. Dabei bin ich normalerweise nicht aus dem kühlen Nass raus zu kriegen.


Der Tag in den Kiani Beach Resort verging wie im Flug – wir genossen das großartige Essen. lernten den hauseigenen Esel kennen der so freundlich war, dass ich ihn am liebsten mit zurück nach Berlin genommen hätte und gingen voller Vorfreude früh ins Bett, denn am nächsten Tag wollten wir einen Ausflug mit unserem Mietwagen machen. Diesen hatten wir direkt bei Kalives Travel gebucht: bequem in der Hotellobby. Und genau davor wurde der Wagen am nächsten Morgen nach dem Frühstück auch geparkt und war für uns somit abfahrbereit. Ein super Service, der sehr unkompliziert von statten geht. Eine klare Empfehlung von uns an dieser Stelle!


Der Ausflug sollte zum Lake Kournas gehen – nach knapp 40 Autominuten waren wir an diesem atemberaubenden Süßwassersee angekommen. Er erstrahlte vor uns im hellsten Türkis, dass man sich vorstellen kann und war so klar, dass wir am liebsten direkt hereingesprungen wären. Die Anfahrt zum See ist recht einfach und gut ausgeschildert. Auch das Parken mit dem Auto war am See direkt möglich – keine überfüllten Parkplätze oder Touristenscharen. Entweder es lag an dem Reisezeitpunkt Ende April oder der See ist generell nicht so überlaufen.

Am See kann man wunderbar spazieren gehen, ein Boot ausleihen und die Gelege der Schildkröten entdecken (hier aber bitte leise und vorsichtig sein), Enten füttern oder Tretboot fahren (hier empfiehlt es sich, gut zu verhandeln ;)). Die gesamte Seepromenade ist umsäumt von Restaurants – wir haben dort nicht gegessen, aber die Preise wirkten moderat und das Essen sah sehr schmackhaft aus.

Nach zwei Stunden am See ging es für uns dann wieder mit unserem kleinen, schnuckeligen Mietwagen wieder zu den Kiani Beach Resorts, wo wir auch schon mit einem leckeren Abendbuffet empfangen wurden... so muss Urlaub sein!

Es folgten Tage voller Freude, Entdeckungen, Sonnenstunden und Badespaß (hier lernten wir das Hallenbad der Kiani Beach Resorts sehr zu schätzen – das Wasser war angenehm temperiert und das Kind konnte Stunden damit verbringen, vom Beckenrand zu spingen). Zum Ende unserer Woche im Hotel sollten aber noch einmal zwei Highlights auf uns warten: zum einen durfte jeder von uns eine SPA-Behandlung wahrnehmen, zum anderen sollte noch ein Tagesausflug mit dem Schiff zur Pirateninsel „Gramvousa“ und dem atemberaubenden „Balos Beach“ vor uns liegen. Wir konnten es kaum erwarten.


Was soll ich sagen... die SPA-Erfahrung war wie ein Besuch im Himmel. Ich wählte eine griechische Massage mit Kräuterölen aus den kretischen Bergen und schaffte es, bei meiner Massage doch glatt mehrfach wegzudösen. Ich war selten so entspannt in meinem Leben. Wow! Auch berlincitydad durfte sich einmal auf die Massageliege packen und war ebenso entspannt und zufrieden wie ich. Das SPA im Kiani Beach Resort bietet aber nicht nur Massagen an. Auch Bäder, Thalasso Behandlungen, Peelings und Kosmetik stehen hier auf dem Programm. Nach einem „anstrengenden“ Tag am Strand also genau das Richtige.


Unser Urlaub neigte sich nach einer guten Woche langsam aber sicher dem Ende zu... wir durften aber noch einmal auf den Spuren von Seefahrern und Piraten wandeln und so ging es für uns in der frühen Morgenstunde mit Lunch-Paketen, die das Hotel für uns liebevoll gepackt hat, Richtung Kissamos zum Hafen. Dort erwartete uns, nach einer etwas langwierigen und auch holprigen Fahrt im Minibus (kann ja auch etwas haben...) unser Ausflugsboot, welches im strahlenden Sonnenschein den Anker einholte und sich Richtung Gramvousa, der Pirateninsel, aufmachte.


Als wir dort nach ca. 1 Stunde ankamen konnten wir unseren Augen kaum trauen. Das Wasser leuchtete in den hellsten Türkistönen, so dass wir jeden Moment dachten, wir wären in der Karibik und nicht in Griechenland. Wir entdeckten ein wenig die kleine, nicht groß zivilisierte Insel und machten es uns dann am wunderschönen Strand bequem. Die Sonne kitzelte auf unseren Nasen und das Wasser schwappte sachte und gämlich an den Kiesstrand. Ein Stück Paradies hat hier sein zu Hause - wir werden Gramvousa nie vergessen.



Dann ging es auch schon wieder los, das Schiff legte ab Richtung „Balos Beach“. Die Tender-Boote brachten uns nach dem Anlegen auf ca. 50 Meter Wasserweg an Land und auch hier waren wir einfach nur sprachlos. Sprachlos, weil wir so etwas schönes nur selten im Leben gesehen haben. Das Wasser ist auf hunderte von Meter gerade einmal wadentief, türkis, blau, azur und taubengrau... alle Blautöne der Welt scheinen sich hier am Balos Beach vereint zu haben. Es fiel uns schwer, diesen Ort der Wunder zu verlassen, aber nach 2 Stunden mussten wir auch hier die „Segel hissen“ und es ging für uns zurück nach Kissamos. Wir werden diesen Ausflug nie im Leben vergessen und auch unser Kind ist wohl eines der wenigen, das behaupten kann, es war schon einmal auf einer echten Pirateninsel.

Mit diesen wundervollen Eindrücken endete dann auch unser traumhafter, ereignissreicher und kulinarisch exzellenter Urlaub. Wir möchten unbedingt noch einmal in die Kiani Beach Resorts. Wir möchten die Gastfreundschaft dieses Kleinods noch einmal erleben und wir vermissen das Lachen der Menschen auf Kreta jeden einzelnen Tag. Spätestens nächstes Jahr packen wir erneut die Koffer und summen dazu: ...“ Griechischer Wein - und die altvertrauten Lieder - schenk' nochmal ein, denn ich fühl' die Sehnsucht wieder...“


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