• Jessica Mertel

Tiere und kleine Kinder sind der Spiegel der Natur... eine fantastisch Reise ins Paradies

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Manchmal muss man erst etwas finden, um zu wissen, dass man danach gesucht hat“ (Zitat: berlincitydad).
Unser Sonnenhaus in der "Finca Can Duvai"

In dem Moment als wir Ende Juli hier ankamen, wurde mir nämlich nicht nur bewusst,

dass ich offensichtlich auf der Suche nach etwas war, sondern eben auch, dass ich es in

diesem Moment an diesem einen speziellen Ort gefunden hatte. Nachdem wir das Gelände der Finca Can Duvai betreten hatten eröffnet sich vor uns ein großer Platz, der - mit Steinplatten gepflastert - an einen mittelalterlichen Dorfplatz erinnert. Darauf eine lange Tafel, an der etwa 30 Personen Platz finden. Darum unzählige Pflanzen, die mit Sicherheit den Geschichten all jener gelauscht haben, die hier an lauen Sommerabenden gemeinsam Platz nahmen, um sich bei sorgfältig zubereiteten Speisen und gekühlten Getränken von der musikalischen Untermalung eines Orchesters aus Zikaden am Brunnen des Lebens zu laben! Und alle Anwesenden sind sich einig…möge dieser Moment noch ein wenig länger andauern und die Gedanken an den Alltag für immer vertreiben.


So habe ich es mir immer vorgestellt... mein Traum, unser Traum sollte also Realität werden.


Fangen wir vorne an:

Die Finca Can Duvai begeisterte uns schon bei den Planungen unserer Reise durch den ländlichen und privaten Charakter, der weniger dem eines Hotels glich, sondern eher dem einer einzelnen privaten Finca. Bisher hatte ich von Fincahotels immer die Vorstellung, dass es sich hierbei um eine offene Anordnung von Wohneinheiten um einen zentralen Pool handelt. Hier jedoch sind alle Wohneinheiten verstreut, ja beinahe versteckt. Dadurch entsteht ein herrlich idyllisches Miteinander. Als Tierliebhaber freuten wir uns schon sehr darauf, alle Katzen, Hunde, Pferde, Esel, Hühner und Schildkröten kennenzulernen. Zudem gefiel uns der Gedanke, dass hier auch Kinder aufeinander treffen und Freundschaften schließen können um sich den Tag entsprechend kurzweilig zu gestalten.

Den obligatorischen Mietwagen buchten wir zudem auch über die Finca, da hier ohne versteckte Kosten wie zusätzliche Senkung der Vollkasko auf null Euro Selbstbeteiligung gearbeitet wird. Was draufsteht, ist drin – das hat uns richtig begeistert. Also starteten wir vom Flughafen in Richtung Manacor und nachdem wir dieses passiert hatten, bogen wir nach insgesamt etwa 50 Minuten Fahrtzeit von der Straße ins Landesinnere ab und durchquerten ein weitläufiges Naturschutzgebiet. Nach wenigen Kilometern erreichten wir schließlich das Gelände eines ehemaligen Gutshofes auf dem 16. Jahrhundert, die „Finca Can Duvai“.

Der großzügige Pool in der Finca Can Duvai

Der Empfang durch Gastgeber Kurt war herrlich unaufgeregt, beinahe beiläufig und sehr entspannt. Er zeigt uns unserer Unterkunft, die uns in den nächsten sieben Tage einen Ruckzugsort und eine Zuhause sein sollte. Das Sonnenhaus. Der Name war hier Programm – Herzenswärme sollte uns in der Woche unseres Aufenthalts mehr als einmal begegnen... Ungeduldig ging es für uns los auf Entdeckungstour. Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, war unserer Tochter nicht mehr zu bremsen, nachdem sie schon die erste Katze in Augenschein genommen hatte. Wir waren vom ersten Moment an begeistert. Das Anwesen ist sehr gepflegt, sauber und erinnert an einen großen, verwunschen Garten. Riesige Kakteenwälder und Olivenbäume zieren die Anlage. Überall finden sich liebevoll gestaltete Skulpturen, die Kurt in seiner Werkstatt selbst brennt, schmiedet und bastelt. Das Gelände wirkt auf den ersten Blick riesig und verwinkelt und lässt einen dadurch zunächst wie in einem verwunschenen Irrgarten zurück. Fasziniert von der Pflanzenpracht ging es also Richtung Pool. Dieser erstreckte sich inmitten uralter Olivenhaine und fügte sich harmonisch in die Architektur der Umgebung ein (mit seiner Größe kann er es mit einigen Kindern und Erwachsenen aufnehmen). Doch bevor wir uns nun im Pool erfrischen konnten, möchte ich noch kurz etwas zu den Wohneinheiten erzählen. Im Internet habe ich zuvor gelesen, dass nicht jedermann vollends zufrieden war mit dem Aufenthalt in der Finca Can Duvai. Demgegenüber standen wiederrum zahlreiche 5 Sterne Bewertungen - wir waren gespannt.

Nun, ich kann nur fur unsere Unterbringung, das Sonnenhaus, sprechen, aber hier war es absolut sauber und heimelig, wundervoll urig und mallorquinisch, ursprünglich und besonders. Man muss dazu sagen, dass die Landeskategorie mit drei Sternen angegeben wird und warum sollte man dann mehr erwarten. Das Wichtigste ist, dass es sauber und hygienisch ist. Die Wohneinheiten sind mit Liebe zum Detail gestaltet. Bei Problemen versuchte Gastgeber Kurt in kürzester Zeit für Abhilfe zu sorgen.



Als wir ankamen ging der Fernseher nicht - das Antennenkabel war locker. Innerhalb von 10 Minuten war alles repariert und auch auf Mallorca konnte nun Peppa Wutz geschaut werden – das Kind war glücklich - was will man mehr? Und hätten wir andere Probleme gehabt, wäre uns mit Sicherheit genau so schnell geholfen worden. Das Sonnenhaus ist für zwei Erwachsenen mit maximal einem (kleinen) Kind vollkommen ausreichend, mit mehr Kindern oder zwei Familien wird es dann vielleicht doch ein bisschen eng. Womöglich ist das aber auch Geschmackssache – allzu klein sind die Appartement-Häuser in der Tat nicht –zwei Stockwerke (Erdgeschoss und Galerie) reichen auch für Regentage aus – da wird es drinnen halt kuschelig und gemütlich.


Für Selbstverpfleger ist die Küche samt Kühlschrank jedoch recht klein, es sei denn man geht tagtäglich einkaufen. Es ist alles da – man muss nur sehr gut das Abwaschmanagement betreiben...

Wir hatten unsere eigene kleine Terrasse und nur wenige Meter davon entfernt einen steinernen Grillplatz. Da wuchsen die Gelüste auf Dorado und Gambas vom Grill ab der ersten Sekunde.


Wie also ging es kulinarisch voran in diesen sieben Tagen?

Auf Wunsch kann am morgendlichen Frühstücksbüffet und an mehreren (meist drei) Abenden in der Woche am gemeinschaftlichen Abendessen teilgenommen werden. Zwischen Gelächter und dem Klirren der Gläser erfüllt Kurt in lockerer Urlaubsatmosphäre mit seinem kleinen Team die Wünsche seiner Gäste. Ein Gourmetpaket eint alle Angebote auf einen Nenner. Wir sind eher Frühstücksindividualisten und halten uns im Urlaub nicht gerne an feste Zeiten und abgeräumte Buffets, also haben wir uns das Frühstück nur einmal näher angeschaut, um hier ausführlich darüber zu berichten. Und das hat es wahrlich in sich. Das bleibt kein Wunsch offen und kein Mund trocken. Angefangen bei Pudding mit Chiasamen, frischem Obst, Aufschnitt, Käse, Tomatenplatten mit einem ganz besonders schmackhaften Dressing, Croissants, Marmeladen, Eier, Frühstücksflakes, frisch gespressten Orangensaft... die Liste könnte noch ewig so weiter gehen. Wir schwärmten noch lange von dieser Tafel, auch wenn wir, wie schon erwähnt, leider nicht aktiv am Frühstück teilgenommen hatten. Aber das Auge isst ja bekanntlich mit.

Dafür wollten wir aber bei den Abendessen dabei sein und an den übrigen Abenden freuten wir uns auf unsere „Grillerchen“. Direkt am Ankunftstag fand auch gleich eines der Abendessen statt, was ein guter Anlass war, die schon anwesenden Urlaubssuchenden kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Dann auch darum ging es hier: womöglich neue Freundschaften entstehen lassen. Wenn das nicht ein toller Start ist, oder? Kurt baute hierfür eine große Tafel auf, deckte mit Tischdecke und allerhand Dekoration die große Tafel und reichte zu Beginn selbstgemachtes Aioli. Begleitet wurde dieses von ofenfrischem Baguette und Oliven. Wasser wurde in Karaffen jederzeit nachgefüllt und auf dem Tisch verteilt.

Während im Gourmetpaket die Getränke inkludiert sind, zahlt der Individualtourist diese zusätzlich zu den Speisen – das sollte jedem klar sein und man kann sich schon vor der Reise entscheiden, ob man lieber individuell bezahlen möchte oder ob man das Gourmetpaket bucht, in dem sowohl die Abendessen als auch das Frühstücksbuffet für den gesamten Aufenthalt inkludiert sind.

Zum Abendessen bekamen alle Erwachsenen das vorgesehene Drei-Gänge-Menü; Kinder eine abgespeckt, kindgerechte Version davon (inklusive Nudeln mit Tomatensoße oder Fischstäbchen).


Einen kleinen Kritikpunkt hatten wir aber an dieser Stelle: es wurde jedem Gast - gefragt oder ungefragt - eine Flasche Wasser und das „Coperto“ in Rechnung gestellt. Das „Coperto“ ist eine Pauschale, die Snacks (u.a. das Brot), Dekoration, Gedeck usw. beinhaltet. Das machte hier bei einer dreiköpfigen Familie leider den Preis eines Hauptgerichtes aus. Soetwas sollte in einem Hotel, wo man schon für die Unterkunft bezahlt hat, nicht unbedingt vorkommen oder sollte zumindest von Anfang an klar kommuniziert werden. Wir bezahlten unsere „Coperto“ am Endes unseres Aufenthaltes natürlich gerne – nur waren wir doch eine Sekunde verwundert, was das überhaupt ist - aber hey, es ist Urlaubszeit und da soll es unbekümmert sein.

So gingen wir also beschwingt vom ersten Abend und mit guten Rotwein im Bauch zurück in unser Sonnenhaus, schliefen seelig und fest in unserem Himmelbett unter unserem Fincadach und starteten am nächsten Morgen bestens gelaunt und ausgeruht in eine wundervolle Urlaubszeit.

Die Tage vergingen wie im Flug und während wir tagtäglich neben Pooleinheiten auch die nahegelegenen Strände in Augenschein nahmen, stöberten wir anschließend in den Supermärkten nach frischen, lokalen Produkten, die wir dann abends vom Grill genossen.


Der Besuch des Marktes von Son Servera, ein Bummel durch die Gassen von Cala Millor mit zeitgleich angereisten Freunden und ausgedehnte Abende mit unserer Fincanachbarin und ihren Kindern (wie war das mit dem „Freundschaften schließen“?) rundeten die Woche zu einem perfekten Aufenthalt ab. Es hätte wirklich nicht besser sein können.


Infrastruktur:

Die Finca ist sehr gut von der Straße aus zu erreichen. Etwas sieben Kilometer geht es in ca. 10 Minuten ins Landesinnere. Ein Parkplatz vor dem Eingang zum Fincagelände bietet ausreichend Platz, jedoch nur wenig Schattenplätze. Das Auto gleicht somit, je nach Tageszeit, einer Sauna – hier heißt es abwarten und erst einmal durchlüften... und dann gibt es ja auch die Klimaanlage.


Sobald man die Straße erreicht, sind zahlreiche Annehmlichkeiten in nächster Umgebung. Die Rancho Bonanza bietet Kindern und Erwachsenen die Gelegenheit zu Reiten, sollten wir noch einmal zur Finca Can Duvai zurückkehren, was wir uns sehr gut vorstellen können, werden wir der Rancho definitiv einen Besuch abstatten (unsere Tochter will schließlich einmal hauptberuflich Einhornreiterin werden – ihr Wunsch ist unser Befehl). Ein großartiges Abenteuer für Klein und Groß – und so schnell zu erreichen von der Finca. Perfekt.


Das verschlafene Bergdorf Son Servera ist in wenigen Fahrminuten zu erreichen und bietet freitags einen ausgedehnten Wochenmarkt, der mit landestypischen Produkten, Fisch, Backwaren, Schmuck und Stoffen aufwartet.


Cala Millor dagegen ist natürlich äußerst touristisch, bietet aber dadurch alles, was man im Urlaub dann doch vergessen hat. Der Strand von Cala Miller ist absolut tauglich, gerade für Familien, wenn auch teilweise schmutzig. Im Wasser schwamm dann doch die ein oder andere Windel an uns vorbei oder die Verpackung des letzten Wassereis... muss man halt mögen. Wer es gerne etwas individueller hat und auch sauberer, der findet im Umkreis von etwa 30 Minuten Fahrtzeit mit dem Auto auch sehr kleine und private Buchten wie zB die Cala Varquez. Die Cala Varquez bzw. die Wanderung dorthin war für uns alle drei wohl eines unserer Highlights dieses Urlaubs. Was ihr wissen müsst: unser Kind ist ein echtes Laufwunder. Sie liebt es, sich zu bewegen und so ging es 30 Minuten (one way) über Stock und Stein langsam und gemächlich Richtung Bucht. Vorbei an Feldern, dann durch Pinienwälder und über wilde Steinformationen. So schnell werden wir dieses Erlebnis nicht vergessen und der insgesamt einstündige Wanderweg war wie Meditation für gestresste Großstadtgemüter.


Die wunderschöne Cala Varques - nur über eine Wanderung zu erreichen

Flora & Fauna:

Wer keine Tiere mag oder sogar allergisch ist, der sollte die Finca Can Duvai meiden.  Denn hier werden liebevoll 23 Katzen, zwei Hunde, zwei Pferde, zwei Esel, zahllose Gefiedertiere und mehrere Schilddkröten gehalten und gepflegt.

Während die Hunde und Katzen jederzeit für Streicheleinheiten zu haben sind, muss man die Pferde und Esel schon mal mit Karotten locken, um ihnen mal übers Schnäuzchen zu rubbeln. Der Besuch auf der Koppel wurde zu unserem Standardrepertoire – tagtäglich. Und Fuego und Findus schlossen wir schnell ins Herz – ob es auch andersherum so war, konnten wir bis zu unserer Abreise nicht genau herausbekommen. Wir denken aber, dass eher die Möhren geliebt wurden – weniger wir.

Die Katzen hatten es unserer Tochter sowas von angetan. Sie wollte nicht nur vor Ort alle bei uns schlafen lassen, sondern am liebsten auch einige davon mit nach Hause nehmen. Sie wurden alle liebevoll in unseren Kreis aufgenommen und bekamen Namen wie „Katzi“, „Nasenbär“, „Tiger“ und „Luna“ – wir vermissen die Schmusetiger schon ein bisschen und freuen uns darauf, wenn wir sie noch einmal besuchen dürfen. Hier herrscht auf jeden Fall ein ehrliches Miteinander von Mensch und Tier!


Internet / Telekommunikation:

Als Blogger gibt es kaum etwas wichtigeres als eine gute Internetverbindung. Hier wäre es toll, wenn ein wenig  nachgebessert werden würde, denn zumindest im Sonnenhaus ist der WLAN-Empfang leider selten vorhanden. Ein Repeater würde diese Probleme bestens lösen.


So war es uns oft nicht möglich, die gängigen sozialen Kanäle in unserer gewohnten Geschwindigkeit und Regelmäßigkeit zu bedienen. Hier konnte LTE teilweise kurzfristig Abhilfe schaffen, aber es wechselten sich eher EDGE und 3G mit der Meldung „kein Netz“ ab und machten es dadurch nicht besser. Wir verzweifelten mindestens einmal am Tag – mussten aber auch gleichzeitig lachen, wenn wir netzsuchend durch die Anlage tigerten. Wer digitalen Detox sucht, wird diesen Punkt aber eh nicht bemängeln - und darum geht es ja doch eigentlich im Urlaub, oder?


Ökologiegedanke:

Die Finca ist ökologisch und ökonomisch angelegt. Das heißt, das Finca-Gelände versorgt sich selbst über Solarpannels und eine Wasserzisterne. Der Umwelt zuliebe und auch, damit man vielleicht einmal ein wenig umdenkt, ist die Stromversorgung in der Finca nur während der Anwesenheit der Urlauber zu ermöglichen (Schlüsselkarte). Der Müll wird selbst entsorgt (auch hier denkt man dann womöglich einmal über den eigenen Plastikverbrauch nach...), Zimmer- und Handtuchservice gibt es selbstverständlich, aber nur auf Wunsch. Wir verzichteten gerne darauf und lüfteten unsere Handtücher täglich in der Sonne – das reichte vollkommen aus (bei einer Woche Aufenthalt).


Preise / Kategorie:

*** Sterne

Ein Superior Apartement mit 1 Zimmer kostet z.B. in der Hauptsaison 130.-€ pro Nacht (Maximalbelegung 2 Personen), ein Suite Apartement kostet dagegen 200.-€ pro Nacht, ebenfalls in der Hauptsaison und mit einer Maximalbelegung von 4 Personen. Dazu kommt dann noch die landestypische Kurtaxe zzgl. Parkplatzgebühren.


Fazit:

Jeder, dem eine einzelne Finca zu ruhig ist und der trotzdem keine Hotelburgen mag, wird in der Finca Can Duvai einen wunderschönen Rückzugsort finden, der zwischen Ruhe und Unterhaltung für tierliebende Familien und Paare eine optimale Anlaufstelle bietet. Daumen hoch für dieses kleine, feine Paradies auf Erden. Schwermütig denken wir an unsere Zeit in unserer kleinen Oase zurück und vermissen jetzt schon Fuego und Findus, Katzi und Nasenbär, Schildkröte und Gans... auf ganz bald – in der Finca Can Duvai!




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