• Jessica Mertel

Paris - ein Silvester-Abenteuer in der Stadt der Liebe... Teil 1

Aktualisiert: 19. Feb 2019

Blick von unserer Suite aus / Hotel R.Kipling

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Dieses Silvester sollte alles anders werden. Wir wollten Berlin einmal den Rücken kehren, denn – bei aller Liebe – unsere Stadt kann einem am 31.12. ganz schön auf die Nerven gehen. Wer das Böllern nicht mag ist quasi aufgeschmissen...


Wir haben unsere letzten Silvester-Abende immer sehr „elternhaft“ verbracht: bei gutem Essen und vielen guten Filmen mit viel gutem Champagner zu zweit (das Zwergenkind war dann immer schon im Bett) auf der Couch. Doch dieses Jahr hieß es: „raus aus der Komfort-Zone und rein ins Abenteuer!“ – Ab in die Stadt der Liebe! Ja, Paris. Wir wollten in der Stadt der Liebe in ein neues Jahr rutschen und hatten allerlei Abenteuer geplant.

So ging es am 23.12. mit drei Koffern, unserem neuen TAVO Kinderwagen von Nuna, einem Kind, einem Hund, vielen Geschenken und einer Thermoskanne voll heißem Kaffee Richtung Süddeutschland. Da wir einen Geländewagen fahren, war das packen nicht ganz tetrismäßig, trotzdem waren wir froh, den Buggy von Nuna zeitlich passend zu unserem Urlaub gesponsert bekommen zu haben. So konnten wir ihn gerade bzgl. Reisetauglichkeit, Verstaubarkeit, Fahrbeschaffenheit und natürlich auch bzgl. seinem Komfort für Eltern und Kind testen. Und beim Verstauen im Auto zeigte sich schon ein ganz entscheidender Vorteil gegenüber anderen Modellen: mit einem Klick lassen sich beim zusammenkelappten Buggy die Räder abmontieren. Runter-rauf-runter-rauf – mit einem einfachen Stecksystem und trotzdem sicher. Ihr glaubt gar nicht, wie viel Platz man spart, sei es im Auto oder im Zug, wenn die Räder vom Kinderwagen abmontiert sind. Wir waren jedenfalls große Fans dieser Funktion, die uns auch auf unserer weiteren Reise eine große Hilfe war – dazu später mehr.


Nach 6 Stunden fahrt (ohne Staus! Kaum zu glauben...) kamen wir bei den Großeltern an und hatten erst einmal ein paar Tage Zeit um über Weihnachten zur Ruhe zu kommen, Plätzchen zu essen, die Natur zu genießen und einfach mal Zeit mit der Familie zu verbringen – dazu kommen wir leider viel zu selten.


Blick über Heidelberg vom Schloss Heidelberg

Vor den Schlossruinen / Schloss Heidelberg

Nach den Weihnachtsfeiertagen wollten wir den Buggy gleich einmal seiner ersten Härteprüfung unterziehen: rauf bis zum Schloss Heidelberg. Das liegt ziemlich weit oben über der Stadt. Mal abgesehen davon, dass man mit einem unbeschreiblichen Blick über das Tal belohnt wird, ist der Aufstieg doch recht anspruchsvoll und gerade bei Kälte und Matsch auch sehr beschwerlich. Wir merkten aber schnell, dass wir uns auf den TAVO von Nuna voll und ganz verlassen konnten. Er fuhr sich sehr geschmeidig, das Kind schlief seelig dick eingepackt im Kinderwagen und trotz Schlamm und holprigen Wegstücken kam der Buggy nicht aus der Spur. Top!

Warten auf den Zug nach Paris

Am 28.12. ging dann die richtige Reise los. Und zwar mit der Bahn – die fährt nämlich sehr entspannt auf direktem Wege innerhalb von knapp 4 Stunden nach Paris. Einsteigen und faulenzen. So dachten wir zumindest.

Wenn wir reisen könnt ihr euch das ein bisschen so vorstellen wie bei den Flodders. Irgendwas ist immer und jeder, der uns nicht kennt muss denken, wir sind die absolute Chaotenfamilie. Ein Beispiel: obwohl wir uns im Vorfeld dank Zugabteilplan am Bahnsteig genau dort hingestellt hatten, wo unser Zugabteil halten sollte, fanden wir an Bord des ICEs dann einfach nicht unsere Plätze. Mit drei Koffern im Schlepptau, einem Kind an der Hand und dem TAVO vor der Brust (ich wundere mich immer wieder über meine „übermütterlichen“ Kräfte, wenn’s drauf ankommt) schoben wir uns so also 5 Minuten zwischen zwei Zugabteilen hin und her. Nun, irgendwann hatten wir unsere Sitzplätze dann endlich gefunden (kann eigentlich auch nicht so schwer sein). Das Kind wurde mit Keksen, Steckblumen und Malheften sowie Saftschorle versorgt, die Koffer verstaut und der TAVO wurde, dank abnehmbarer Bereifung in der Gepäckablage über unseren Köpfen abgelegt. Unfassbar! Dass dieser sehr komfortable und auch massive Buggy einfach so in das Ablagefach eines Zugs passt... wir waren begeistert.

Und das er mit einem Griff und nur einer Hand zusammenklappbar ist, brauch ich an dieser Stelle wohl nicht erwähnen... Super, wenn man an der anderen Hand ein quängelndes Kleinkind hat. Sehr Mami- und Papi-freundlich!


So kamen wir also wohlbehalten in Paris an – die Stadt zog uns, wie auch schon vor 6 Jahren, erneut in sekundenschnelle in den Bann. Aber wo Licht ist, ist eben auch Schatten und so durften wir bereits nach wenigen Metern feststellen, was Paris neben der ganzen Liebe und der ganzen Schönheit nämlich nicht ist: barrierefreundlich.

Weit und breit war an nahezu keiner U-Bahnstation ein Fahrstuhl zu finden. Wer, von euch, war schon mal in Paris? Und wer von euch hat schon mal die Pariser Untergrundbahn genutzt? Der weiß, wovon wir reden. Die Pariser U-Bahnhöfe und Übergänge sind ein bisschen wie bei Asterix und Obelix in Ägypten – dort geht es 20 Stufen rauf, nach der nächsten Ecke 30 Stufen runter, dann wieder rauf und so weiter und so fort.


Also verfrachteten wir das Kind in den TAVO, der Mann ging voran und brachte immer erst die Koffer die Treppe hoch um mir im Anschluss dann zu helfen, den Buggy hochzuhiefen (und der ist ein Glück ein echtes Leichtgewicht). Ich hatte Schweißausbräuche – auf der einen Seite, weil es sch... anstrengend war und auf der anderen Seite, weil ich schon jemanden mit unseren Koffern davonrennen sah. Die standen schließlich um die 20 Mal mutterseelenallein oben an den vielen verschiedenen Treppenabsätzen. Hach ja, eine Reise kann so lustig sein...

Aber zur Beruhigung: es ist alles gut gegangen.


Da endlich sahen wir Licht am Ende des Tunnels (im wahrsten Sinne des Wortes): wir brachten die letzten Stufen hinter uns und standen unter einem Bahnbogen. Und siehe da: Rolltreppen! Rolltreppen, die uns zu der nächsten U-Bahn bringen sollte, die oberirdisch fuhr. Meine Freude war groß, wie ihr euch vorstellen könnt, hielt aber nicht lange. Denn: die Rolltreppen in Paris sind gerne so schmal, dass so gar nicht, kein Stück ein Kinderwagen da hochtransportiert werden kann. Ihr könnt es euch denken: die Fahrstühle neben dran waren natürlich... außer Betrieb.

Also hieß es wieder buckeln...hinter dem Punkt Frühjahrssport kann ich jetzt auch ein Häkchen machen.


Nach einigen auf’s und ab’s (im räumlichen Sinne) waren wir dann endlich in unserem Hotel R.Kipling in Montmartre angekommen – was für ein Traum! Wir hatten die Suite gebucht, in weiser Voraussicht, dass Pariser Hotels gerne Miniatur-Zimmer anbieten. In der Stadt ist halt alles klein und pittoresque. So durften wir also die nächsten Tage den Blick über die Pariser Dächer genießen und auf knapp 30qm wunderschöne Familienzeit verbringen.

Vor uns lagen noch ein Besuch im Disneyland, heimelige Zeit auf dem Weihnachtsmarkt „La Magie de Noel aux Tuileries“ am Place de la Concorde, ein Blick auf den Louvre, die Silvesternacht, ein Besuch in der Galeries Lafayette und eine Besteigung des „Montmartre“ hoch zur Sacre Coeur. Alles zu Fuß und mit unserem TAVO. Wie der sich so im weiteren Verlauf geschlagen hat und was das Kind von allem hielt erfahrt ihr diese Woche im zweiten Teil unserer Parisreise!



Seifenblasen vor dem Platz des Louvre

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