• Jessica Mertel

Teil 1 - Eine Kreuzfahrt die ist lustig...

Aktualisiert: 3. Apr 2019

Lasst euch mitnehmen auf eine Reise von Warnemünde bis nach New York - und lasst euch gesagt sein: eine Kreuzfahrt ist abenteuerlicher, als man vielleicht zunächst denkt. Wir hatten Stürme, wir hatten Eis und Schnee, wir haben mit Inuit Kaffee getrunken und waren der Titanic auf der Spur...

Teil 1 - der Weg aufs Schiff

Wir hatten einfach null Ahnung, worauf wir uns da einlassen

Ich hätte nie, nie gedacht, dass wir einmal eine Kreuzfahrt machen würden - oder lieber berlincitydad? Zu spießig... zu piefig, altbacken, ja, was soll man sagen - einfach so gar nicht dass, was wir täglich leben. Umso erstaunter waren wir über uns selbst, als diese Idee anfing, in uns zu keimen. Das kam mit dem Kind! Und mit der Vorstellung, dass wir a.) nie wieder so lange am Stück in den Urlaub gehen können und b.) bequemer wohl kaum eine Vielzahl an besonderen Orten bereisen können und dann war da noch c.)... diese romantische Vorstellung von Sonnenuntergängen über dem Ozean, eisiger Wind auf dem Deck mit einer heißen Schokolade in der Hand und Wellness-time für uns zwei.

Leute, was sollen wir sagen - entweder waren unsere vernebelten Baby-Modus-Gehirne nicht in der Lage, den "Ernst" der Situation zu erkennen (November, auf offener See = Sturm, auf offener See - wer's schon mal erlebt hat, fühlt mit uns) oder wir hatten einfach NULL AHNUNG, WORAUF WIR UNS DA EINLASSEN.


Aber, und jetzt kommt's: wir würden es immer wieder tun. Vielleicht nicht gerade mit einer Einjährigen, die frisch angefangen hat zu laufen, aber heute, mit unseren Erfahrungen und einem nicht mehr ganz so kleinen, sondern vielmehr ganz schön selbstständigen Kind auf jeden Fall.


Der Tag X war gekommen und ich war eigentlich schon fix und fertig, bevor es überhaupt los ging. Nach drei Tagen gefühltem Dauerpacken, Umpacken, Auspacken, Stapeln, Legen, Vergessen und Wiederfinden waren die drei riesigen Koffer gepackt - Mann, Frau und Kind brauchen für knapp 4 Wochen Gesamtreisezeit halt so einiges. Und so ein kleiner, Milch trinkender, Windel pupsender Mausezahn braucht ja auch so einiges - gefühlt dreinmal so viel wie heute, wenn wir in den Urlaub fahren.

Einen Tag vor Abreise saß ich jedenfalls mit zerzausten Haaren, einem zuckenden Augenlied aber auch einem glücklichen Lächeln auf den Lippen auf den gepackten Koffern.


Am Morgen ging es dann im Stechschritt zum Bahnhof - wir hatten nämlich die glorreiche Idee, mit den Zug zu den Eltern zu fahren, um unseren Hund abzugeben; hatten aber auch hier irgendwie verdrängt, dass an Frau Suki der Stress der Reisevorbereitung wohl auch nicht spurlos vorbeigegangen ist - dazu später mehr. Mit Kind auf dem Arm, Hund an der Leine und den Koffern hinterherziehend suchten wir schließlich unser Abteil (danke Deutsche Bahn für's pünktlich sein - hier lief wirklich einmal alles glatt) und machten es uns erst einmal heimelich. Anscheinend so heimelich, dass der Vierbeiner den Reisestress auf der Hälfte der Strecke erstmal anfing ordentlich ins Abteil zu keckern. Wir waren zum Glück alleine im Abteil...den Geruch hätte man niemandem zumuten können!


Damit nicht genug wollte wenige Minuten später auch das Frühstück den Magen des Hundes wieder verlassen..dank des vorangegangen Malheurs und meiner Mutterhaftigkeit lagen die Reinigungstüchern schon bereit und der Auswurf ging direkt in die "Tuchschale". Kenn ich ja, ist ja nichts neues... "ob Hund ob Kind, berlincitymum macht alles wieder sauber geschwind" mein Credo - meine Lebensaufgabe (ja, berlincitydad, mach dich ruhig lustig über mich ;)).

Nachdem wir nach einer gefühlten Ewigkeit bei den Großeltern angekommen waren hieß es erst einmal entschleunigen, gut essen, noch bessere Gespräche führen und letztendlich den Hund zurücklassen, damit wir uns wieder auf den Rückweg machen konnten - erstmal Richtung Berlin, noch einmal durchatmen.

Einen Tag später ging es dann (wieder mit dem Zug, yeaaaah) Richtung Warnemünde, wo das Kreuzfahrtschiff schon auf uns wartete. Gott waren wir alle aufgeregt - macht man ja auch nicht alle Tage.

Das Einchecken (nennt man das so bei einem Schiff?) lief problemlos und wirklich gut organisiert ab. War nämlich nach Buchstaben aufgeteilt - so lobe ich mir das. Kann sich der ein oder andere Flughafen / Check-In Schalter wirklich eine Scheibe von Abschneiden. Zwischen Schaltern und Schiff warteten dann ganz putzige Freiheitsstatuen auf uns - Tourinap hin oder her - ein Foto musste sein. Es ging ja schließlich bis nach NEW YORK!

Die Etappe sollte über Norwegen, die Orkney Inseln nördlich von Schottland, Island, Grönland, St. Johns auf Neufundland,  Kanada und schließlich USA gehen. What a trip!!


Was dann wirklich passiert ist, wo es uns hingetrieben hat, was wir so erlebt haben und welche Eindrücke wir sammeln durften und euch weitergeben können, folgt dann in den verschiedenen Teilen die nächsten Tagen und Wochen. Wir hoffen, ihr habt ganz viel Freude an der großen Reise, die wir erleben durften und fühlt euch von uns ein wenig weggetragen aus dem Alltag. 

Im nächsten Teil geht es weiter mit der Ausschiffung und die erste Etappenfahrt nach Norwegen - inkl. Nebelbänken, Rentieren und echtem Wikinger-Feeling. Bis dann ihr Lieben!

21 Ansichten

SUBSCRIBE VIA EMAIL

berlincityfam LOVES you