• Jessica Mertel

Der Traum vom Haus! Wir nehmen euch mit... Teil 2

Das Haus war gekauft. Ein Traum sollte wirklich werden. Doch mit dem Hauskauf begann für uns auch vor allem eins: die Zeit der Fragen und Entscheidungen. Grundrissänderungen? In welche Richtung sollen sich die Türen öffnen? Normale Fenster oder Fenster mit Pilzkopfverriegelung (ein vollkommen neues Wort in meinem Wortschatz)? Wo sollen die Steckdosen hin? Und wie viele brauchen wir (immer mehr als gedacht)? Dusche im Gästebad - ja oder nein? Welche Böden wollen wir? Welche Trittstufen bei der Treppe… Ach, wir könnten diese Liste noch ewig so weiterführen. Obwohl wir uns für ein „Fertighaus“ in Massivbauweise entschieden haben ist wirklich fast alles individuell zu bestimmen - in einem gewissen Rahmen. 

Schmerzlich mussten wir erfahren, dass wir den Grundriss bzw. die Planung der Zimmer doch nicht so ändern konnten, wir wir wollen. Und hier kommt auch, unserer Meinung nach, der große Kritikpunkt. 

Unser Bauträger ist jetzt nicht gerade der größte Fan von Individualisten und trotz langen Diskussionen und zigtausend Emails und Telefonaten ist es einfach nicht möglich, die Küchenanschlüsse in den Wohnraum zu legen (wir wollten eigentlich eine offene Küche), wenn der Durchgang zum ursprünglich gedachten Küchenraum (der dann als Gästezimmer fungieren würde) offen bleibt und nicht geschlossen wird. Wir haben es einfach nicht verstanden - warum geht das nicht?? Nach langem bitten und geradezu schon betteln sagte man uns irgendwann endlich den Grund: weil bestimmte Parameter neu berechnet werden müssten (wir bauen nach einem KfW-Effizienz­haus-Standard - heißt, unser Haus ist bestimmten, energiesparenden Maßnahmen beim Bau unterworfen) und diese womöglich nicht Stand halten könnten, lehnt man es prinzipiell von Anfang an ab. Vorher hieß es aber, bis wir zu dieser doch recht schlüssigen Erklärung mit der KfW-Problematik kamen, dass es an der bereits bestellten Bodenplatte liegt. Das ergab für uns gar keinen Sinn.


Damit wir alle offenen Fragen und vor allem auch das Problem mit der Küche abschließend und verständlich besprechen konnte, lud uns unser Bauträger auf ein Gespräch zur Baustelle in den Baucontainer. Um 08.30 Uhr - Himmel, was für eine unchristliche Uhrzeit. Da sind wir normalerweise gerade mal so am fertig machen für die Kita. Nun, an diesem Tag hieß es für alle: früh aus den Federn und schnell Zähne geputzt. Das Kind wurde an der Kita abgegeben und wir düsten halbwegs motiviert zu unserem Haus (08:30 Uhr ist einfach nicht unsere Uhrzeit für tiefgreifende Diskussionen).

Man empfing uns mit Schnittchen, Kaffee, Tee und guter Laune. Sogar der Bauleiter und der Projektleiter war mit von der Partie. Das Gespräch war sehr aufschlussreich und brachte viel Licht ins Dunkel. Wir fragten uns danach, warum das nicht früher ging. Wir hätten uns viel Email-Verkehr und auch viel Ärger und Unverständnis ersparen können. 

Nun, wir hoffen, unser Bauprozess läuft - was die Abstimmungen angeht - ab sofort ein wenig entspannter. Die Daumen sind gedrückt.


Generell ist der Prozess der Sonderwunschbesprechungen eher mühselig als erholsam. So hatten wir uns das eigentlich nicht vorgestellt. Entweder, wir sind zu kompliziert oder unser Gegenüber ist zu unflexibel - das haben wir noch nicht so ganz herausgefunden. 


Am Ende sind es nun folgende Sonderwünsche geworden:

  • größtmögliche Sicherheit bei allen Fenstern und Türen (hier werden wir im Nachhinein dann auch noch mal durch einen smarten Einbruchschutz nachrüsten)

  • ursprünglicher Grundrissplan ohne Veränderungen

  • Dusche im Gästebad (mit der weisen Voraussicht, dass wir sonst verrückt werden, wenn unserer pubertierende Tochter Stunden lang im Badezimmer verschwinden wird. So hat sie ein Bad für sich)

  • elektrische Rollläden im gesamten Haus

  • Parkettboden und Fliesenboden im Flur, dem Hauswirtschaftsraum und den Bädern

  • eine begehbare Dusche mit Trockenbauwand und Wandnischen für Duschbad und Handtücher

  • 50% mehr Steckdosen und Lampenanschlüsse (wie gesagt - davon kann man nie genug haben)


Hier habt ihr einmal einen Einblick, wie der Stand unserer Hauses vor einigen Wochen war:

Wir werden die Tage bestimmt wieder auf die Baustelle und werden für euch den Baufortschritt festhalten. Seid gespannt (wir sind es auch ;))!

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